web analytics

Ein Tourtagebuch von Rolf Rilling

Belize – eine Dschungelidylle

Abenteuerurlaub im Dschungel

Nach all dem Zoll- und Grenzstress endlich wieder einmal ein normaler Grenzübergang nach Belize. Belize auch bekannt als British Honduras wird noch immer von Guatemala beansprucht. Auf offiziellen Karten von Guatemala wird Belize nicht als ein eigenständiger Staat ausgewiesen. Englisch sprechende Zöllner, unproblematische Abfertigung. Eine Sache von Minuten. Dann ging es weiter Richtung Süden. Belize ist ein sehr dünn besiedeltes Land. Die Bevölkerung liegt bei knapp über 300.000 Leuten. Zieht man die Bevölkerung von Belize City und der Hauptstadt Belmopan ab, ist Belize fast ausgestorben. Der ideale Ort um eine Dschungeltour zu unternehmen. Von Freunden bekam ich den Tipp: Sun Creek Lodge . Die Lodge wird von Marisa und Thomas sowie ihren 2 Kindern geführt. Die Lodge ist am Rande des Dschungels im Stil eines traditionellen Palmhüttendorf errichtet worden. Anstatt Swimming pool und Air conditioning erwarten dich eine sehr clever konstruierte Dusche (Gießkanne mit Lochboden), Moskitonetze und sehr freundliche, hilfsbereite Gastgeber. Fast Nachbarn – sie kommen aus der gleichen Region wie ich und wohnten sogar im selben Ortsteil in Kirchheim/Teck. Während meine Bikerfreunde sich schon Richtung Mexiko zum Touristenzentrum Cancun begaben, entschloss ich mich zu einem Urlaub der anderen Art. Mit Thomas hatte ich den idealen Tourguide für eine Dschungelexkursion gefunden. Thomas kann man schon als Dschungelfreak bezeichnen. Gerne treibt er sich mit seiner Machete im Dschungel herum und erkundet dort die Tier- und Pflanzenwelt. Mit einer open air Übernachtung in der Hängematte zwischen 2 Palmbäumen hat er keine Berührungsängste. Wir unternahmen 2 Touren: die erste in einem National Park Dschungel mit Wasserfällen, Hängebrücken und viel Erklärungen zu der Vegetation. Die andere Tour führte durch fast undurchdringliches Dschungelgebiet mit Besuch einer Höhle. Thomas führt nicht nur sondern erklärt auch viele Details. Zum Beispiel wie werden Palmwedel geschnitten, geschlitzt und wasserdicht verlegt, damit sie bis zu 8 Jahre ein dichtes Dach gewährleisten. Natürlich musste ich auch verschiedene Früchte und Palmherzen probieren. Thomas nochmals vielen Dank für die außergewöhnlichen Touren und dass dort mir mit deinen Machetenhieben so manches Viehzeug vertrieben hast. Im Gegensatz zu seinen Gummistiefeln und dschungelgerechter Kleidung waren meine luft- und wasserdurchlässigen Joggingschuhe und kurzärmelige Bekleidung doch eher improvisiert. Als Belohnung bekam ich eine Dschungel-Akkupunktur in Form von Hunderten von Moskitostichen. So kann man ja seinen Kreislauf auch stimulieren. Ungewöhnlich für mich auch das ständig klamme Gefühl – ne keine Angst vor Schlangen etc. sondern die hohe Luftfeuchtigkeit. Immer waren meine Klamotten feucht.

Viel Spaß mit den „grünen“ Bildern

« 1 von 2 »